Entwicklung von Unternehmenskultur

Jedes Unternehmen hat eine eigene Kultur. Sie wird von den einzelnen Menschen innerhalb des Unternehmens und teilweise auch von den mit dem Unternehmen interagierenden Personen außerhalb der Organisation geprägt. Je größer die Machtposition einzelner Personen ist, desto größer ist ihr unmittelbarer Einfluss auf die gelebte Kultur.

Erfolgreiche Unternehmer überlassen die Entwicklung der Kultur in ihrem Unternehmen weder dem Zufall noch der unkontrollierten Entfaltung individueller Kräfte innerhalb der Organisation. Der erste Schritt zur aktiven Entwicklung ist es, die Grundlagen zu kennen.

Die eigene Unternehmenskultur zu entwickeln, setzt nicht zwangsläufig ein intensives Studium oder ausufernde Methoden voraus. Methoden und Erfahrungsberichte sind vorhanden und in unzähligen Fachbeiträgen beschrieben.

Einer der Kulturforscher ist zum Beispiel Geert Hofstede, der Organisations-Kultur als kollektive mentale Programmierung des Geistes beschreibt, welches die Mitglieder einer Gruppe oder Kategorie von anderen unterscheidet. Er hat ein Modell mit den 4 Kategorien „Werte“, „Rituale“, „Helden“ und „Symbole“ aufgestellt. [Mehr über dieses Modell]

Ein weiterer Wegbereiter des Forschungsfeldes „Organisationkultur“ ist Edgar H. Schein. Er definiert Unternehmenskultur als die Summe aller gemeinsamen und selbstverständlichen Annahmen, die eine Gruppe im Laufe ihrer Geschichte erlernt hat. Sein 3-Ebenen-Modell „Grundannahmen“, „Werte & Normen“ und „Artefakte“ ist Ausgangspunkt für weitere Kultur Modelle. [Mehr über dieses Modell]

Bekannt ist auch das sogenannte Eisbergmodell zur Beschreibung der Unternehmenskultur von Edward T. Hall. Dieses Modell in Form eines Eisbergs verdeutlicht den Zusammenhang zwischen den sichtbaren und leicht zugänglichen Kulturausprägungen und den verdeckten, nicht sichtbaren Anteilen kulturellen Verhaltens. [Mehr über dieses Modell]

Von den McKinsey-Berater Tom Peters und Robert Waterman stammt das sogenannte 7S-Modell, in dem drei harte und vier weiche Faktoren als Säulen des Erfolgs beschrieben sind und die Abhängigkeiten mit der Unternehmenskultur aufgezeigt werden. [Mehr über dieses Modell]

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Es ist also methodisch für jeden Geschmack oder Einzelfall etwas Passendes dabei. Bevor jedoch bestimmte Elemente oder Ansätze angewandt oder geändert werden, sollten die menschlichen Aspekte angepasst werden, in erster Linie innerhalb der Geschäftsleitung selbst. Obwohl es weder ein Patenrezept noch eine allgemein übliche Blaupause für erfolgreiche Kulturentwicklung gibt, sind die Kernelemente „Erkenntnis“, „Mut“, „Selbstreflexion“ und „Maßnahmen“ in nahezu allen Umständen, Methoden oder Modellen für eine erfolgreiche Bewältigung relevant.


Erkenntnis

Den Weg der Erkenntnis pflastern das Wissen über die Eigenschaften und die Bedeutung einer Unternehmenskultur sowie die Akzeptanz, dass die gegenwärtige Ausprägung der Kultur im eigenen Unternehmen Schwachstellen aufweist. Nur wer verstanden hat, wie Kultur auf die Menschen im Unternehmen wirkt und welche Konsequenzen oder Veränderungen mit einer bestimmten Form der Kulturentwicklung einhergehen kann die Situation im eigenen Unternehmen beurteilen. Ist die Unternehmensführung zudem in der Lage, Entwicklungspotentiale aktiv zu akzeptieren, kann es diese auch selbstbestimmt anpacken.

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Mut

Mutig sein liegt im Naturell eines jeden Unternehmers. Theoretisch sollte es demnach wenig zu diesem Punkt zu beschreiben geben. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass einige Unternehmer beim Thema Kulturentwicklung nicht die gleiche Sorgfalt und Konsequenz an den Tag legen, wie bei der Veränderung eines etablierten Produktes oder Marktauftritts. Das liegt vermutlich daran, dass die Unternehmenskultur ein Thema ist, welches relativ einfach aufgeschoben, aber nicht so einfach simuliert und berechnet werden kann. Es ist also mit einer größeren Unbekannten bzw. Unsicherheit verbunden und es steht im ständigen Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Ressourcen mit allen anderen Geschäftsvorgängen. Genau hierauf zielt der Hinweis „MUT“ ab, der eng mit einer risikobewussten Konsequenz verbunden ist.

Es geht also darum, den Mut zu haben, seine eigenen gern gepflegten Denk- und Verhaltensweisen bewusst anzupassen und dennoch authentisch zu bleiben. Und man muss den Mut haben, Neben- und Wechselwirkungen konsequent zu akzeptieren. Am Ende ist es auch ein Stück Mut, selbst mit der Zeit zu gehen, als Unternehmer die Zukunft zu erahnen und der Organisation den Weg dorthin ebnen, ohne Gewissheit zu haben, dass man sich selbst damit stets wohlfühlen wird.


Selbstreflexion

Menschen unterscheiden sich in Charakter, Herkunft, Erziehung, Ausbildung, Lebenserfahrungen, Vorlieben oder persönlichen Entwicklungszielen. All diese Merkmale bestimmen das individuelle Denken und Handeln. Bei der Frage nach der geeigneten oder gewünschten Ausprägung der Unternehmenskultur sind Widersprüche oder Disharmonie zwischen den handelnden Akteuren und dem Unternehmensideal nicht selten. Der wichtigste Schritt der erfolgreichen Auseinandersetzung ist die hierbei die Selbstreflexion.

  • Wo sind die Veränderungsimpulse, die ich selbst setzen kann?
  • Wie kann ich selbst einen Beitrag leisten, diese neue Unternehmenskultur, die ich ja mittrage, zu leben?
  • Wie kann ich andere inspirieren, kommuniziere ich mit den Mitarbeitern auf der gleichen Wellenlänge?
  • Welche Erwartungen habe ich an die Menschen im Unternehmen und bin ich ein authentisches Vorbild?
  • Wie kann der Kreis derer, die es anders machen, immer größer werden?
  • Welchen Personen traue ich eine aktive Rolle als Multiplikator zu?

Obwohl der Begriff Selbstreflexion lautet, ist kann das Hinzuziehen geeigneter Dritter hilfreich sein. Das können Lebenspartner, Personen aus dem privaten Umfeld oder vertraute Geschäftspartner sein. Wichtig ist, dass solche Gespräche absolut vertraulich sind und mit offenem und ehrlichem Feedback zu rechnen ist.

Ehrliche Selbstreflexion kann aufzeigen, dass bestimmte eigene Wesenszüge oder Verhaltensweisen mit einzelnen Kulturelementen im Widerspruch stehen. So neigt eine Persönlichkeit mit einer stark ausgeprägten Traditions-, Leistungs- und Erfolgsorientierung stark zur maßnahmenorientierten Planung und Entwicklung und schenkt teamorientierten Themen weniger Aufmerksamkeit. Solche Konstellationen zu erkennen und zu reflektieren ist ein wichtiger Schritt vor der Ableitung und Implementierung von geeigneten Entwicklungsmaßnahmen.


Massnahmen

Egal ob es sich um ihre persönlichen Maßnahmen handelt oder die des Führungsteams bzw. innerhalb der Belegschaft, in jedem Fall müssen sie geplant werden. Es geht einerseits darum, wichtige Abhängigkeiten und Wechselwirkungen hinsichtlich der Umsetzung von Maßnahmen zu erkennen und zu bewerten. Wie bei jeder Aufgabenliste oder Roadmap sollten auch diese Maßnahmen mit den üblichen Mindestanforderungen beschrieben sein. Hinzu kommt, dass vermutlich in den überwiegenden Maßnahmen ein begleitendes Change-Management nützlich oder sogar zwingend erforderlich ist.

Öffentliche Maßnahmen sollten unbedingt in den Gesamtplan des Unternehmens integriert werden, denn auch sie nehmen Ressourcen, Aufmerksamkeit und Energie in Anspruch. Außerdem fördert eine gleichwertige Maßnahmenplanung auch eine gleichwertige Umsetzung und senkt das Risiko, dass Entwicklungsmaßnahmen die Kultur betreffend ständig gegenüber geschäftsbezogenen Maßnahmen zurückgestuft werden.

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Persönliche Maßnahmen gehören auf die eigene Prioritäten- oder Aufgabenliste, wie andere strategische Aufgaben auch. Im privaten Umfeld macht es auch Sinn, diese persönlichen Aufgaben oder Ziele mit vertrauten Personen zu teilen, damit die Chance auf ein regelmäßiges Nachfragen und Feedback besteht. Vorsicht ist bei solchen Maßnahmen angebracht, bei denen sich die eigenen Denk- und Verhaltensmuster so stark ändern müssten, dass die Gefahr von Authentizitätsverlust und Unglaubwürdigkeit steigt oder das eigene Unwohlbefinden die eigentliche Zielsetzung in den Schatten drängt.


Im Rahmen der vorstehend beschriebenen Grundlagen können bereits bestehende Elemente der aktuell gelebten Kultur bewertet, modifiziert oder ersetzt werden und zusätzliche Bestandteile adaptiert werden. [Mehr über die einzelnen Kulturelemente]

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50. Jahre Wachstumsmodell nach Greiner

Damals wie heute: Erfolgsfaktoren im Wachstum. Fantastisch, dass manche Gesetzmäßigkeiten so beständig sind. Dadurch können wir Sie besser verstehen, nachvollziehen und uns bewusst darauf einstellen. Sie sollten das unbedingt auch tun.

Evolution und Revolution im Wachstum von Organisationen
nach Larry E. Greiner, Harvard Business Review 7/8 1972

Damals wie heute: Erfolgsfaktoren im Wachstum

Fantastisch, dass manche Gesetzmäßigkeiten so beständig sind. Dadurch können wir Sie besser verstehen, nachvollziehen und uns bewusst darauf einstellen. Sie sollten das unbedingt auch tun.

Nach dem Wachstumsmodell des renommierten Wirtschaftsprofessors Larry E. Greiner durchlaufen wachsende Organisationen bestimmte Entwicklungsphasen, die alle in einer Führungskrise enden.

Erfolgreichen Unternehmen gelingt es, die verschiedenen Phasen so zu beeinflussen, dass schwerwiegende Krisen vermieden werden können. Aus eigener Erfahrung kenne ich sowohl die erfolgreichen als auch die anderen Fälle. Ich habe selbstverständlich in meinen 20 Jahren als Führungskraft meine eigene Lernkurve durchlaufen, Fehler gemacht und Ursache-Wirkungs-Prinzipien in der Praxis erlebt. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser essenzielle Bestandteil des Unternehmertums Motivation, Spaß und Erfolg miteinander verbinden kann, wenn man sich frühzeitig und bewusst darauf einlässt.

Im Beitrag Damit Wachstum nicht zur Bedrohung wird werden an einem durchaus repräsentativen Praxisbeispiel die einzelnen Phasen und deren Ursache-Wirkungs-Prinzipien prägnant erläutert.

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Was dieser Bus und Business Sparring gemeinsam haben

Manche Themen sind in der Geschäftswelt seit langer Zeit bekannt und werden immer wieder aufgearbeitet oder zitiert und sind in all den Jahren kaum nachhaltig widerlegt worden. Dennoch geht es mir wie vermutlich vielen anderen Menschen auch und ich neige in unterschiedlichen Situationen hin und wieder oder manchmal auch noch etwas mehr dazu, diese Prinzipien aus dem Blick zu verlieren oder besseren Wissens gegenüber jeweils konkurrierenden Themen hintenanzustellen.

Was dieser Bus und Business Sparring gemeinsam haben


Manche Themen sind in der Geschäftswelt seit langer Zeit bekannt und werden immer wieder aufgearbeitet oder zitiert und sind in all den Jahren kaum nachhaltig widerlegt worden. Ich betrachte solche Sachverhalte gern als „Gesetzmäßigkeiten“, weil es mir dabei hilft, weniger darüber abzuwägen oder zu fabulieren und stattdessen den Zugang zu meinen Denk- und Handlungsmustern zu erleichtern. Derartige Themen sind zum Beispiel das Peter-Prinzip, die Evolutionstheorie oder der Unternehmer-Ansatz ‘Work ON your business, not IN it’.

Dennoch geht es mir wie vermutlich vielen anderen Menschen auch und ich neige in unterschiedlichen Situationen hin und wieder oder manchmal auch noch etwas mehr dazu, diese Prinzipien aus dem Blick zu verlieren oder besseren Wissens gegenüber jeweils konkurrierenden Themen hintenanzustellen. Warum ist das so? Bin ich damit eine schlechtere Führungskraft oder ein unbrauchbarer Unternehmer? Die Antwort darauf lautet diplomatisch korrekt NEIN. Im realen Berufsleben ist die Antwort auf diese Frage nicht bedeutungslos und recht komplex. Vor allem, weil diese Frage immer situationsabhängig zu beantworten ist. Und genau drain liegt die Herausforderung, nämlich einen Ansatz und eine Struktur zu definieren, die dabei helfen, im Kern den Blick für das Wesentlichste zu behalten und dennoch situativ modifiziertes Führungsverhalten an den Tag zu legen. Das klingt sehr wissenschaftlich, es ist aber aus meiner Sicht nicht so kompliziert.

Grundvoraussetzung ist, das jeweilige Prinzip verstanden und für sich und seine Rolle im Unternehmen akzeptiert zu haben. Wer nicht über diesen Punkt hinweg kommt und das Prinzip zu widerlegen versucht bzw. es für sich erfolgreich widerlegt, kann sich aus meiner Sicht ohne weiteres die folgenden Schritte ersparen. Im Falle der persönlichen Akzeptanz folgt aus meiner Sicht die Selbstreflektion, um das GAP zwischen den Kernelementen des Prinzips und der IST-Situation abzuleiten. Hier ist es aus meiner Sicht keine Schwäche, eine oder mehrere andere geeignete Personen bei der Reflektion einzubinden.

Kennt man das GAP fällt es meist leicht(er), geeignete Maßnahmen abzuleiten und zu entscheiden. Meine Erfahrung zeigt, dass je nach Menschentyp, Rolle, Organisationsform und Geschäftslage die Neigung zum Ausbrechen aus diesen Maßnahmen oder Strukturen variiert. Hier kann eine Art „Route Master“ helfen, der ohne persönliche Befindlichkeiten oder Interessenskonflikte in regelmäßigen Abständen Kursabweichungen bestimmt und transparent macht, sodass wenigstens das „Schlechte Gewissen“ derer die Verantwortung tragen eine reale Chance hat, wahrgenommen zu werden.

Wenn Ihnen jetzt noch nicht ganz klar ist, was der Bus im Image und Business Sparring gemeinsam haben, dann geben Sie uns einfach Bescheid und wir tauschen uns darüber kurz aus.

Eine konsistente Strategie für gezieltes Enterprise Engineering

Warum eine konsistente Strategie für gezieltes Enterprise Engineering heute eine deutlich stärkere Auswirkung auf den Unternehmenserfolg und die mittel- bis langfristige Wettbewerbsposition des Unternehmens hat: Weil sich die Rahmenbedingungen in sehr vielen Regionen und Unternehmen signifikant verändert haben.

Die Ausgangsthesen:

  • Es gehört in vielen Unternehmen zur gelebten Praxis, dass Kernaufgaben der strategischen Unternehmens- und Organisationsentwicklung meist nicht in dasselbe operationalisierte Managementsystem des Unternehmens integriert sind, in dem die strategischen Kernmaßnahmen der Produkt- und Geschäftsentwicklung geplant und koordiniert werden.
  • Nicht selten möchte die oberste Führungsebene die Implementierung von Maßnahmen zur strategischen Organisations- und Personalentwicklung „seitwärts“ delegieren, um sich selbst auf die Koordination von Maßnahmen der Produkt- und Geschäftsentwicklung zu konzentrieren.
  • In einigen Unternehmen geraten insbesondere die Kernaufgaben der strategischen Unternehmens- und Organisationsentwicklung im Verlauf der Zeit zunehmend in Nebelbänke, schlechte Sichtverhältnisse und außerhalb der Reichweite des Radars.

Vergleichen wir die Führung eines Unternehmens mit dem Job der Piloten im Cockpit eines großen Jets, wird schnell klar, dass in beiden Fällen ab einer gewissen Größe und Komplexität eine sichere Reise nicht ohne Managementsysteme gelingt. Das ist allen Unternehmern*Innen im Prinzip klar. Dennoch fragen wir uns regelmäßig, warum in einigen Unternehmen dieses Prinzip für alle Entwicklungs- und Veränderungsmaßnahmen auf der Geschäfts- und Kundenseite verinnerlicht wird, während die nach innen gerichteten organisatorischen, personellen oder kulturellen Maßnahmen „daneben“ mit behandelt werden.

Bei dieser Form der parallelisierten Maßnahmenbewältigung ist zu beobachten, dass häufig innerhalb kurzer Zeit nach der Definition der Maßnahmen die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für die unterschiedlichen strategischen Kernmaßnahmen im Unternehmen stark auseinanderdriften. Einige der Gründe dafür sind aus unserer Sicht, dass:

  • viele Unternehmer*Innen von ihrem persönlichen Profil und Habitat her die Aufgaben am Kunden, Produkt oder Geschäft der Arbeit an der Organisation und den darin tätigen Menschen vorziehen,
  • in den meisten Fällen die Risiken, Bedrohungen und auch Chancen bei Maßnahmen der Produkt- oder Geschäftsentwicklung klarer und eingänglicher bekannt sind,
  • Kunden und externe Partner in der Wahrnehmung einen direkteren, schnelleren und wirkungsvolleren Impact auf das Unternehmen und das Management haben als die interne Organisation und das Personal und letztlich
  • persönliche Erfolge und Freude im Zusammenhang mit den Maßnahmen der Organisations- und Personalentwicklung oftmals nicht adäquat ausgeprägt sind.

Warum aus unserer Sicht die vorstehend beschriebene und vielerorts zu beobachtende Herangehens- und Verhaltensweise heute eine deutlich stärkere Auswirkung auf den Unternehmenserfolg und die mittel- bis langfristige Wettbewerbsposition des Unternehmens als in zurückliegenden Jahrzehnten hat: Weil sich die Rahmenbedingungen in sehr vielen Regionen und Unternehmen signifikant verändert haben.

In vielen Regionen herrscht ein klarer Arbeitnehmermarkt, in dem Arbeitskräfte zum knappen und teuren Gut werden. Das Verhalten und die Loyalität der Belegschaft gegenüber dem Unternehmen hat sich verändert – Fluktuation und kurze Standzeiten im Job sind nicht mehr verpönt, sondern en vouge. Immer weniger junge Menschen möchten im Job Führungsverantwortung übernehmen, dafür aber sehr gern immer weniger Zeit im Job verbringen. Disruptive Veränderungen infolge Klimawandel, Demografie, Pandemie und Krieg erlauben kaum noch längere Verweildauern oder Aufschub von geeigneten Maßnahmen, welche meist weite Teile der Unternehmensorganisation treffen. Die Digitalisierung erfordert ein sehr hohes Maß an strukturellen und prozessualen Anpassungen mit ebenfalls großem Effekt auf Organisation und Mensch.

Mit dem Ansatz des Enterneering® steht eine Herangehensweise zur Verfügung, den oben beschriebenen Prinzipien und Defiziten angemessen und erfolgreich zu begegnen. Für Unternehmer*Innen, die selbstreflektiert und kritisch zur Einschätzung gelangen, dass sie externe Unterstützung nicht als lästiges Übel, sondern als wertvolle und willkommene Leistung einsetzen sollten und wollen stehen die Enterneers® als einschlägig erfahrene Kapazität zur Verfügung. Im Übrigen nicht nur bei der Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Unternehmen, sondern bei Bedarf auch bei der internen Qualifizierung und Besetzung geeigneter Ressourcen.

Wenn Transformations- und Evolutionsdruck aufeinandertreffen

Die Bedeutung von professionellem Enterprise Engineering ist aktuell besonders hoch. Neben den klassischen Impulsgebern wie Geschäftswachstum, Markterweiterung, Systemerneuerung, Modernisierung oder Rationalisierung erleben wir zusätzlich externe Einflussfaktoren wie den klimatischen und demografischen Wandel sowie Digitalisierung, Pandemie und jüngst auch noch die Kriegsfolgen in Europa.

Immer häufiger werden wir mit folgenden (oder ähnlichen) Konstellationen konfrontiert:

Das Start-Up von gestern hat sich erfolgreich am Markt etabliert und steht jetzt vor der Herausforderung, signifikant zu wachsen oder sogar zu skalieren. Das junge Unternehmen muss also erfolgreich in Serie gehen. Die Implementierung professioneller Strukturen in Organisation, Management und Führung ist essenzieller Erfolgsfaktor. [Evolution]

Das Gründer- bzw. Führungsteam muss sich von den Anfängen der Selbständigkeit zum Unternehmertum weiterentwickeln. Was tun, wenn die bisher selbst stark im Unternehmen eingebundene Geschäftsleitung zukünftig mehr „am“ Unternehmen arbeiten muss, jedoch für das Arbeiten "am" Unternehmen noch Praxistraining benötigt? [Evolution]

Unternehmer und Führungskräfte in allen Branchen stehen gegenwärtig unter hohem Veränderungsdruck infolge zahlreicher disruptiver Umfeldveränderungen im Kontext von Demographie, Klima, Pandemie und Krieg. [Transformation]

Jeder der vorstehend aufgezählten Faktoren ist isoliert betrachtet vielleicht an sich nichts Ungewöhnliches. Das Aufeinandertreffen aller dieser Faktoren in einem Entwicklungszeitraum stellt aus unserer Sicht jedoch schon eine außergewöhnliche Konstellation dar. [Disruption]

Die erfolgreiche Arbeit „am“ Unternehmen will gelernt und trainiert sein. Nicht allen Unternehmern*innen ist diese Aufgabe genauso ans Herz gewachsen bzw. in die Wiege gelegt worden wie ihre geschäftsbezogene Begabung oder Kreativität und Innovationsfähigkeit sowie Begeisterung. Nicht selten dominiert in der Unternehmensleitung sehr stark das Arbeiten „im“ Unternehmen bzw. am Produkt oder am Kunden. 

Erfahren Sie hier mehr über erfolgreiche Arbeit „am“ Unternehmen

Die Bedeutung von professionellem Enterprise Engineering ist aktuell besonders hoch. Neben den klassischen Impulsgebern wie Geschäftswachstum, Markterweiterung, Systemerneuerung, Modernisierung oder Rationalisierung erleben wir zusätzlich externe Einflussfaktoren wie den klimatischen und demografischen Wandel sowie Digitalisierung, Pandemie und jüngst auch noch die Kriegsfolgen in Europa.

Viele Unternehmen stehen daher teilweise unter disruptivem Veränderungsdruck innerhalb der Unternehmensorganisation. Insbesondere im Mittelstand oder in jungen Unternehmen erfordert diese Situation eine deutliche Intensivierung der Arbeit „am“ Unternehmen. In manchen Fällen mangelt es hierfür an ausreichend praxiserfahrenen Ressourcen und/oder verfügbaren Kapazitäten auf C-Level. In einigen ungünstigen Konstellationen trifft diese Herausforderung zusätzlich noch auf eine junge bzw. in Sachen Enterprise Engineering weniger erfahrene Unternehmensleitung.

Wie einem Unternehmen in dieser Situation die erfolgreiche Weiterentwicklung gelingt hängt wie so oft im Leben in erster Linie von der Veränderungsbereitschaft und Veränderungsfähigkeit der gesamtverantwortlichen Personen ab. Aus eigener langjähriger Erfahrung in unterschiedlichsten Unternehmenssituationen wissen wir, dass zwei Schlüsselelemente darüber entscheidet, wie und auf welche Weise eine Auseinandersetzung mit der Veränderung bzw. Weiterentwicklung erfolgt. Und zwar sind das die Erkenntnis sowie das Bewusstsein für die aktuelle und demnächst absehbare Lage. Das klingt banal, ist aber im praktischen Leben leider viel zu oft ein großes Manko. Hierzu bedarf es einfacher aber unter hohem Leistungsdruck teilweise sehr schwer umsetzbarer Dinge, wie sich Zeit nehmen, bewusst den Kopf anheben, den Blick weiten und über den Rand des aktuell kaum zu überblickenden Berges an Arbeitsaufkommen schauen.

Es gibt viele unterschiedliche Formen der Unterstützung und Hilfsmittel bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Egal, ob man sich für das Selbststudium, das Inhouse-Training, den Aufbau zusätzlicher Ressourcen mit einschlägigem Know-how, die Zuhilfenahme externer Experten oder einer Kombination daraus entscheidet, erfolgreiche Arbeit „am“ Unternehmen passiert nicht nach Feierabend, am Wochenende oder eben mal so nebenbei. Wer sich das nicht eingesteht und entsprechend handelt, hat aus unserer Sicht schon mal generell nicht die besten Karten.

Herausforderung Arbeitskräftemangel

20%, 25% oder 30% – Wie hoch muss der Anteil permanent unbesetzter Stellen sein, um zu verinnerlichen, dass es um viel mehr als trendiges Recruiting, Obst, Events oder Jobrad geht?

Meine vielleicht etwas überspitzte These lautet: Manche Dinge müssen wir immer erst erleben, bevor wir die dann oft noch schmerzhafteren Wege gehen.

Wir werden gezwungen sein, viel konsequenter an unserem Unternehmen zu arbeiten und herauszustellen, wofür unser Unternehmen eigentlich steht (und damit ist nicht der Jahresprofit gemeint…), auf welcher Mission wir sind und mit welcher Vision sich Mitarbeiter identifizieren wollen (Achtung, wollen nicht sollen). Wir müssen viel mehr Aufmerksamkeit und Kapital einsetzen, um dauerhaft für die notwendige Nasenlänge mehr Arbeitgeberattraktivität als der Wettbewerb zu sorgen (so, wie wenn der Mitarbeiter zum Kunden wird).

Wir werden mindestens genau so viel investieren, um unsere Prozesse radikal zu digitalisieren. Dieses mal tun wir das nicht um vorhandenes Personal einzusparen, sondern unbesetzte Stellen zu reduzieren bzw. Wachstum überhaupt noch zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund wird sich unser Umgang mit Technischen Schulden verändern, weil wir nicht mehr die helfenden Hände für Nacharbeiten, Ausfälle oder Mangelverwaltung haben. Wir werden uns mehr mit der Frage nach ausreichend Mut zur Lücke bzw. echter Fokussierung beschäftigen müssen (echte Fokussierung = Dinge weglassen). Vermutlich werden wir auch unseren bisher viel zitierten deutschen Tugenden eine angemessene neue Einordnung verschaffen. Wir werden neuen globalen Partnerschaften noch offener gegenübertreten müssen und unsere knappen Ressourcen noch effektiver vernetzen.

Das gute an diesem Thema ist, dass alle diese Herausforderungen real schaffbar sind und bereits vielerorts in Teilen oder gänzlich erfolgreich realisiert wurden.