Wenn Transformations- und Evolutionsdruck aufeinandertreffen

Die Bedeutung von professionellem Enterprise Engineering ist aktuell besonders hoch. Neben den klassischen Impulsgebern wie Geschäftswachstum, Markterweiterung, Systemerneuerung, Modernisierung oder Rationalisierung erleben wir zusätzlich externe Einflussfaktoren wie den klimatischen und demografischen Wandel sowie Digitalisierung, Pandemie und jüngst auch noch die Kriegsfolgen in Europa.

Immer häufiger werden wir mit folgenden (oder ähnlichen) Konstellationen konfrontiert:

Das Start-Up von gestern hat sich erfolgreich am Markt etabliert und steht jetzt vor der Herausforderung, signifikant zu wachsen oder sogar zu skalieren. Das junge Unternehmen muss also erfolgreich in Serie gehen. Die Implementierung professioneller Strukturen in Organisation, Management und Führung ist essenzieller Erfolgsfaktor. [Evolution]

Das Gründer- bzw. Führungsteam muss sich von den Anfängen der Selbständigkeit zum Unternehmertum weiterentwickeln. Was tun, wenn die bisher selbst stark im Unternehmen eingebundene Geschäftsleitung zukünftig mehr „am“ Unternehmen arbeiten muss, jedoch für das Arbeiten "am" Unternehmen noch Praxistraining benötigt? [Evolution]

Unternehmer und Führungskräfte in allen Branchen stehen gegenwärtig unter hohem Veränderungsdruck infolge zahlreicher disruptiver Umfeldveränderungen im Kontext von Demographie, Klima, Pandemie und Krieg. [Transformation]

Jeder der vorstehend aufgezählten Faktoren ist isoliert betrachtet vielleicht an sich nichts Ungewöhnliches. Das Aufeinandertreffen aller dieser Faktoren in einem Entwicklungszeitraum stellt aus unserer Sicht jedoch schon eine außergewöhnliche Konstellation dar. [Disruption]

Die erfolgreiche Arbeit „am“ Unternehmen will gelernt und trainiert sein. Nicht allen Unternehmern*innen ist diese Aufgabe genauso ans Herz gewachsen bzw. in die Wiege gelegt worden wie ihre geschäftsbezogene Begabung oder Kreativität und Innovationsfähigkeit sowie Begeisterung. Nicht selten dominiert in der Unternehmensleitung sehr stark das Arbeiten „im“ Unternehmen bzw. am Produkt oder am Kunden. 

Erfahren Sie hier mehr über erfolgreiche Arbeit „am“ Unternehmen

Die Bedeutung von professionellem Enterprise Engineering ist aktuell besonders hoch. Neben den klassischen Impulsgebern wie Geschäftswachstum, Markterweiterung, Systemerneuerung, Modernisierung oder Rationalisierung erleben wir zusätzlich externe Einflussfaktoren wie den klimatischen und demografischen Wandel sowie Digitalisierung, Pandemie und jüngst auch noch die Kriegsfolgen in Europa.

Viele Unternehmen stehen daher teilweise unter disruptivem Veränderungsdruck innerhalb der Unternehmensorganisation. Insbesondere im Mittelstand oder in jungen Unternehmen erfordert diese Situation eine deutliche Intensivierung der Arbeit „am“ Unternehmen. In manchen Fällen mangelt es hierfür an ausreichend praxiserfahrenen Ressourcen und/oder verfügbaren Kapazitäten auf C-Level. In einigen ungünstigen Konstellationen trifft diese Herausforderung zusätzlich noch auf eine junge bzw. in Sachen Enterprise Engineering weniger erfahrene Unternehmensleitung.

Wie einem Unternehmen in dieser Situation die erfolgreiche Weiterentwicklung gelingt hängt wie so oft im Leben in erster Linie von der Veränderungsbereitschaft und Veränderungsfähigkeit der gesamtverantwortlichen Personen ab. Aus eigener langjähriger Erfahrung in unterschiedlichsten Unternehmenssituationen wissen wir, dass zwei Schlüsselelemente darüber entscheidet, wie und auf welche Weise eine Auseinandersetzung mit der Veränderung bzw. Weiterentwicklung erfolgt. Und zwar sind das die Erkenntnis sowie das Bewusstsein für die aktuelle und demnächst absehbare Lage. Das klingt banal, ist aber im praktischen Leben leider viel zu oft ein großes Manko. Hierzu bedarf es einfacher aber unter hohem Leistungsdruck teilweise sehr schwer umsetzbarer Dinge, wie sich Zeit nehmen, bewusst den Kopf anheben, den Blick weiten und über den Rand des aktuell kaum zu überblickenden Berges an Arbeitsaufkommen schauen.

Es gibt viele unterschiedliche Formen der Unterstützung und Hilfsmittel bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Egal, ob man sich für das Selbststudium, das Inhouse-Training, den Aufbau zusätzlicher Ressourcen mit einschlägigem Know-how, die Zuhilfenahme externer Experten oder einer Kombination daraus entscheidet, erfolgreiche Arbeit „am“ Unternehmen passiert nicht nach Feierabend, am Wochenende oder eben mal so nebenbei. Wer sich das nicht eingesteht und entsprechend handelt, hat aus unserer Sicht schon mal generell nicht die besten Karten.

Herausforderung Arbeitskräftemangel

20%, 25% oder 30% – Wie hoch muss der Anteil permanent unbesetzter Stellen sein, um zu verinnerlichen, dass es um viel mehr als trendiges Recruiting, Obst, Events oder Jobrad geht?

Meine vielleicht etwas überspitzte These lautet: Manche Dinge müssen wir immer erst erleben, bevor wir die dann oft noch schmerzhafteren Wege gehen.

Wir werden gezwungen sein, viel konsequenter an unserem Unternehmen zu arbeiten und herauszustellen, wofür unser Unternehmen eigentlich steht (und damit ist nicht der Jahresprofit gemeint…), auf welcher Mission wir sind und mit welcher Vision sich Mitarbeiter identifizieren wollen (Achtung, wollen nicht sollen). Wir müssen viel mehr Aufmerksamkeit und Kapital einsetzen, um dauerhaft für die notwendige Nasenlänge mehr Arbeitgeberattraktivität als der Wettbewerb zu sorgen (so, wie wenn der Mitarbeiter zum Kunden wird).

Wir werden mindestens genau so viel investieren, um unsere Prozesse radikal zu digitalisieren. Dieses mal tun wir das nicht um vorhandenes Personal einzusparen, sondern unbesetzte Stellen zu reduzieren bzw. Wachstum überhaupt noch zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund wird sich unser Umgang mit Technischen Schulden verändern, weil wir nicht mehr die helfenden Hände für Nacharbeiten, Ausfälle oder Mangelverwaltung haben. Wir werden uns mehr mit der Frage nach ausreichend Mut zur Lücke bzw. echter Fokussierung beschäftigen müssen (echte Fokussierung = Dinge weglassen). Vermutlich werden wir auch unseren bisher viel zitierten deutschen Tugenden eine angemessene neue Einordnung verschaffen. Wir werden neuen globalen Partnerschaften noch offener gegenübertreten müssen und unsere knappen Ressourcen noch effektiver vernetzen.

Das gute an diesem Thema ist, dass alle diese Herausforderungen real schaffbar sind und bereits vielerorts in Teilen oder gänzlich erfolgreich realisiert wurden.

When transformational and evolutionary pressures collide

Professional enterprise engineering is particularly essential at present. In addition to classic drivers, such as business growth, market expansion, system renewal, modernisation and rationalisation, we are also experiencing the impact of external factors, such as climate and demographic changes as well as digitalisation, pandemics and, most recently, the consequences of the war in Europe.

More and more often we find ourselves confronted with the following (or similar) situation:

Yesterday's start-up has successfully established itself on the market and now faces the challenge of expanding significantly or perhaps even scaling up. This young company must therefore successfully implement series production. The introduction of professional structures in the areas of organisation, management and leadership is an essential ingredient for success. [Evolution]

The founders or management team must progress from the early days of self-employment to entrepreneurship. What can be done if the management team, which has been heavily involved in the company itself, needs to do more work ‘on’ the company in the future, but still needs practical training in order to do so? [Evolution]

The numerous current global disruptions in the form of demographics, climate, pandemics and war have put entrepreneurs and managers in every sector under high pressure to enact change. [Transformation]

Taken in isolation, perhaps none of the factors listed above is anything unusual. However, the combination of all these factors during one development period is, in our view, an extraordinary constellation. [Disruption]

Successful work ‘on’ the business must be learned and practised. Not every entrepreneur takes this task as much to heart or has as much native talent for this as they do their business-related activities or creativity, innovative ability, and enthusiasm. It is not uncommon for management to be dominated by work ‘in’ the business, on the product or on the customer.

Learn more about successful work ‘on’ your business

Professional enterprise engineering is particularly essential at present. In addition to classic drivers, such as business growth, market expansion, system renewal, modernisation and rationalisation, we are also experiencing the impact of external factors, such as climate and demographic changes as well as digitalisation, pandemics and, most recently, the consequences of the war in Europe.

These disruptions have, at least in some part, put companies under pressure to enact changes within the organisation. Especially in medium-sized or young companies, this situation will require significant intensification of the work done ‘on’ the company. In some cases, there is a lack of sufficiently experienced staff and/or available capacities at C-level for this. In some unfavourable constellations, this challenge is compounded by company management that is young or less experienced in enterprise.

As is often the case in life, in this situation, the success of a company's growth depends first and foremost on the willingness and ability of those with overall responsibility to change. From our own long years of experience in a wide variety of corporate settings, we know that two key elements determine how and in which way a company deals with change or ongoing development. These are the knowledge and awareness of the current and foreseeable situation. This may sound banal, but in practicality, it is, unfortunately, far too often a major shortcoming. What is required are simple things that are sometimes very difficult to implement under high performance pressure, such as taking your time and consciously raising your head, widening your gaze and looking beyond the edge of the mountain of workload that can seem almost unsurmountable.

There are many different forms of support and tools for meeting these challenges. Regardless of whether the chosen approach includes independent study, in-house training, the development of additional staff with relevant know-how, support from external experts or a combination of these, successful work ‘on’ the company isn’t something that can be fit in after work, at the weekend or just as time permits. From our point of view, the cards are generally stacked against anyone who cannot acknowledge this and act accordingly.

Implementation of Enterneering®

If a company organisation is to do more than just develop on its own, then essentially the same methodological principles apply as are used in the definition and realisation of corporate strategies. Here, too, the more incomprehensibly a strategy affecting the entire company is formulated and communicated, and the less measurable the success of implementation, the lower the plan’s prospects for success.

Successful Enterneering®, i.e. the development of the company in the areas of organisation, people and culture, requires a holistic and systematic approach. It’s not about the precise pre-definition of the content of a multi-year implementation plan. Nevertheless, we believe that successful Enterneering® should be an integral part of overall corporate strategy and planning. In keeping with this basic idea, a corporate strategy must first be in place. This means that defined strategic goals will have already been established, along with a long-term plan for achieving those goals. In addition, a suitable mechanism or process for operationalising the corporate strategy – i.e. making it viable in practice – must exist. As a rule, this type of operationalisation involves breaking down the corporate strategic goals into individual goals, for example, in the form of milestones with measurable success criteria and implementation dates. A strategic roadmap or a company backlog often forms a good basis for this.

If a company does not yet have an operationalised strategy, experience shows that systematic Enterneering® will not yield results. A suitable corporate strategy must first be defined.

If an operationalised strategy does exist, then the core elements of the corporate strategy form the starting point for the implementation of Enterneering®. The following key questions now arise:

  • Are there dedicated Enterneering® goals in the company's strategy?
  • How are the Enterneering® goals anchored in the planning and implementation of the strategy?
  • Have dedicated resources (time, know-how, money) been planned for achieving the Enterneering® goals?
  • Who is responsible as the implementation coordinator for pursuing or coordinating the Enterneering® goals?

Depending on the answers to these four questions, different courses of action will emerge, all of which have the same goal: resolving the open questions. In the process of doing this, the practical experience already gained in other companies or constellations can and should be drawn upon to resolve the questions in such a way that the subsequent implementation of measures reduces foreseeable obstacles, risks or threats and optimises the chances for success.

Goals

Reminder: Enterneering® consists of targeted work on the three corporate areas of organisation, people and culture. Accordingly, the goals of Enterneering® are also to be found and selected within these three categories. Typical examples are:

  • Future extent of development within the organisation (structural measures, degree of digitalisation, process maturity, etc.)
  • Desired or necessary core capabilities within the organisation (scalability, series maturity, interculturality, etc.)
  • Conformity to requirements (external and internal standards, customer requirements, legal conformity, etc.)
  • Changing work environments (hybrid workplaces, agility, digital work formats, labour market conformity, etc.)
  • Development of leadership and corporate culture (gender shift, work-life blending, self-organisation, etc.)

The same quality metrics that apply to all strategic corporate goals also apply to Enterneering® goals. They must be meaningful and useful enough for the long term and generally be considered feasible. In addition, the purpose of the goal must be clearly defined as well as what successful implementation will ultimately achieve, i.e. the concrete contribution the achieved goal will make to the company's success.

Anchoring

There are several ways to anchor goals in a corporate strategy in such a way that they can be successfully achieved in practice and are also measurable. We recommend that an adequate form of anchoring be established that balances Enterneering® goals with other corporate goals. This means that, as far as possible, it must be ensured that, in the consciousness of the company and the people working in it, Enterneering® goals are just as important and significant as other goals, such as those from business development. The idea here is to avoid the emergence of parallel worlds when it comes to the perception and implementation of individual elements of the corporate strategy. In this way, the Enterneering® goals can be implemented as honestly, transparently, and authentically as possible. Possible mechanisms for or methods of anchoring include:

  • Traditional Milestone Plan
  • Company Backlog
  • Strategic Roadmap
  • OKR Tableau
  • Balanced Scorecard
  • (...)

Other success factors in anchoring the goals and implementing them in the company are a dedicated change approach, a communication concept and the involvement of promoters and multipliers.

Resources

A common management error when dealing with development measures in the areas of organisation, people and culture is to put the effort (and possibly the pain) into defining and budgeting for appropriate and necessary resources in abbreviated planning models. This refers to statements such as "...this belongs to the standard tasks for managers or the HR department..." or "...we will clarify this in more detail during implementation – let’s get started first..." or "...these are soft factors anyway, which are difficult to plan ...". Experience shows that the success of the Enterneering® development measures is dependent on a clear understanding of the necessary resources. Typical elements of resource assessment in Enterneering® are:

  • Time requirements and top executive know-how
  • Time requirements and management-level know-how
  • HR expertise and resources
  • Internal communication resources
  • Budget for external support and media

Implementation Coordinator

For successful implementation of the Enterneering® goals, a clear commitment and minimum level of capacity among the management and top executives during the implementation period is mandatory. Only under certain conditions is delegation of the ‘client’ and ‘implementation coordinator’ roles to a single team (commonly, the HR team) a helpful option. Some tasks are difficult to delegate. Entrepreneurship is one of them: this role or task usually entails the cost of a partial loss of impact. A proven option is to use a temporary C-level resource with the necessary stature, who operates somewhat downwind of senior management. This person can be implemented as a kind of Change Master, comparable to a SCRUM Master, and take over the coordination of cross-departmental strategic measures. Ideally, this person should already have relevant practical and leadership experience and be as free as possible from conflicts of interest within the business organisation.

Are you interested in speaking with an expert about how to successfully implement Enterneering® in your company? If so, simply contact an Enterneer® to arrange a personal meeting.

Implementierung von Enterneering®

Wenn sich die Unternehmensorganisation nicht nur von selbst weiterentwickeln soll, dann gelten im Prinzip dieselben methodischen Grundlagen wie bei der Definition und Realisierung von Unternehmensstrategien. Auch hier gilt, je unverständlicher eine das Gesamtunternehmen betreffende Strategie formuliert und kommuniziert wird und je weniger der Umsetzungserfolg messbar ist, desto geringer sind die Aussichten auf einen planmäßigen Erfolg.

Erfolgreiches Enterneering®, also die Entwicklung des Unternehmens in den Bereichen Organisation, Menschen und Kultur, sollte einen ganzheitlichen und systematischen Ansatz haben. Es geht hierbei nicht um die exakte inhaltliche Vordefinition einer Umsetzungsplanung für mehrere Jahre. Trotzdem vertreten wir den Ansatz, dass erfolgreiches Enterneering® ein fester Bestandteil der Gesamtstrategie sowie der Planung des Unternehmens sein sollte. Diesem Grundgedanken folgend muss zunächst eine Unternehmensstrategie vorhanden sein. Das bedeutet, dass es sowohl strategische Ziele als auch einen langfristigen Plan, mit dem diese Unternehmensziele erreicht werden, definiert sind. Darüber hinaus soll ein geeignetes Instrument bzw. ein Prozess existieren, um die Unternehmensstrategie zu operationalisieren – also in der Praxis umsetzbar zu machen. In der Regel enthält diese Form der Operationalisierung für die strategischen Unternehmensziele jeweils heruntergebrochene Einzelziele, zum Beispiel in Form von Meilensteinen mit messbaren Erfolgskriterien und Realisierungszeitpunkten. Oftmals bilden eine strategische Roadmap oder ein Company-Backlog dafür eine gute Basis.

Wenn es im Unternehmen noch keine operationalisierte Strategie gibt, wird erfahrungsgemäß auch ein systematisches Enterneering® ins Leere laufen und es muss zunächst eine entsprechende Unternehmensstrategie definiert werden.

Liegt eine operationalisierte Strategie vor, dann bilden die benannten Kernelemente der Unternehmensstrategie den Ausgangspunkt der Implementierung von Enterneering®. Es stellen sich nun folgende Grundfragen:

  • Existieren in der Strategie des Unternehmens dedizierte Enterneering-Ziele?
  • Wie erfolgt die Verankerung der Enterneering-Ziele in der Planung und Umsetzung der Strategie?
  • Wurden dedizierte Ressourcen (Zeit, Know-how, Geld) für die Realisierung der Enterneering-Ziele eingeplant?
  • Wer ist als Haupttreiber für die Verfolgung bzw. Koordination der Enterneering-Ziele verantwortlich?

Je nach Beantwortung der vier Fragen ergeben sich unterschiedliche Handlungsstränge, die alle das gleiche Ziel haben, nämlich das Schließen der offenen Fragen. Bei diesem Vorgehen kann und sollte man auf bereits in anderen Unternehmen bzw. Konstellationen gewonnene Praxiserfahrungen zurückgreifen, um die Antworten möglichst so zu wählen, dass eine darauffolgende Umsetzung von Maßnahmen absehbare Hindernisse, Risiken oder Bedrohungen reduzieren und die Erfolgschancen optimieren.

Ziele

Zur Erinnerung: Beim Enterneering® geht es um die gezielte Arbeit an den drei Unternehmensbereichen Organisation, Menschen und Kultur. Demnach sind die Ziele des Enterneering® auch in diesen drei Kategorien zu suchen und zu wählen. Typische Beispiele sind:

  • Zukünftige Entwicklungsgrade innerhalb der Organisation (Strukturmaßnahmen, Digitalisierungsgrad, Prozessreife etc.)
  • Gewünschte bzw. notwendige Kernfähigkeiten der Organisation (Skalierbarkeit, Serienreife, Interkulturalität etc.)
  • Anforderungskonformität (externe und interne Normen, Kundenanforderungen, Gesetzeskonformität etc.)
  • Veränderte Arbeitswelten (hybride Arbeitsplätze, Agilität, digitale Arbeitsformate, Arbeitsmarktkonformität etc.)
  • Entwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur (Gender Shift, Work-Life-Blending, Selbstorganisation etc.)

Für Enterneering-Ziele gelten dieselben Qualitätsmerkmale wie bei allen strategischen Zielen in der Unternehmensstrategie. Sie müssen sinnvoll und nützlich genug weit in der Zukunft liegen und generell als machbar gelten. Weiterhin muss klar definiert sein, warum ein Ziel realisiert werden soll und wozu letztlich die erfolgreiche Umsetzung führt, also welchen konkreten Beitrag das erreichte Ziel zum Unternehmenserfolg stiftet.

Verankerung

Es gibt mehrere Wege, um Ziele in einer Unternehmensstrategie so zu verankern, dass sie in der Praxis erfolgreich realisierbar und auch messbar sind. Grundsätzlich ist zwischen Zielen im Enterneering und anderen Unternehmenszielen eine adäquate Form der Verankerung zu empfehlen. Das heißt, es sollte möglichst sichergestellt werden, dass im Bewusstsein des Unternehmens und der darin tätigen Menschen Ziele aus dem Enterneering® gleichermaßen bedeutsam und wichtig sind, wie andere Ziele wie zum Beispiel aus der Geschäftsentwicklung auch. Es gilt der Grundsatz, das Entstehen von Parallelwelten bezüglich Wahrnehmung und Umsetzung einzelner Elemente der Unternehmensstrategie zu vermeiden. So können Ziele im Enterneering® möglichst ehrlich, transparent und authentisch implementiert werden. Mögliche Instrumente bzw. Methoden der Verankerung sind zum Beispiel:

  • Traditioneller Meilensteinplan
  • Company Backlog
  • Strategische Roadmap
  • OKR Tableau
  • Balanced Scorecard
  • (...)

Weitere Erfolgsfaktoren bei der Verankerung der Ziele und deren Umsetzung im Unternehmen sind ein dedizierte Change Ansatz, ein Kommunikationskonzept und die Einbindung von Promotoren und Multiplikatoren.

Ressourcen

Ein beliebter Managementfehler ist, im Umgang mit Entwicklungsmaßnahmen in den Bereichen Organisation, Menschen und Kultur den Aufwand (und eventuell auch den Schmerz) bei der Definition und Budgetierung geeigneter und notwendiger Ressourcen in verkürzten Planungsmustern zu agieren. Damit sind solche Statements gemeint, wie zum Beispiel „…das gehört zur Standardaufgabe der Führungskräfte oder der Personalabteilung…“ oder „… wir werden das während der Umsetzung genauer klären und erstmal anfangen.“ oder „…dabei handelt es sich ja sowieso um weiche Faktoren, die kaum planbar sind…“. Erfahrungsgemäß ist gerade der Erfolg der Entwicklungsmaßnahmen im Enterneering® von einem klaren Verständnis von dafür notwendigen Aufwendungen abhängig. Typische Elemente einer Ressourcenabschätzung beim Enterneering® sind:

  • Zeitbedarf und Know-how der Unternehmensleitung
  • Zeitbedarf und Know-how der Führungskräfte
  • Qualifikation und Ressourcen der Personalabteilung
  • Ressourcen der internen Kommunikation
  • Budget für externe Unterstützung und Medien

Haupttrteiber

Für eine erfolgreiche Umsetzung der Ziele im Enterneering® ist ein klares Bekenntnis und ein Mindestmaß an Kapazität während der Umsetzung bei der Unternehmensleitung und bei den Führungskräften zwingend notwendig. Eine Delegation der sogenannten Auftraggeberrolle und der Treiberrolle an ein einzelnes Team (beliebter Weise in das HR-Team) ist oft nur unter bestimmten Voraussetzungen eine hilfreiche Option. Manche Aufgaben lassen sich eben nur schlecht gut delegieren. Unternehmertum gehört dazu, diese Rolle bzw. Aufgabe wird meist nur unter Inkaufnahme von Wirkungsverlusten teilweise funktionieren. Eine bewährte Option ist der Einsatz einer temporären Ressource auf C-Level, die das notwendige Format hat und etwas im Rückenwind der Unternehmensleitung agiert. Diese Person kann als eine Art Change Master, vergleichbar mit einem SCRUM-Master, implementiert werden und die Koordination von bereichsübergreifenden strategischen Maßnahmen übernehmen. Idealerweise sollte diese Person bereits über einschlägige Praxis- und Führungserfahrungen verfügen und möglichst frei von Interessenkonflikten innerhalb der Unternehmensorganisation sein.

Haben Sie Interesse an einem Austausch mit einem Experten über erfolgreiches Enterneering® in ihrem Unternehmen? Kontaktieren sie dafür einfach einen Enterneer® und vereinbaren Sie Ihren persönlichen Gesprächstermin.

Connecting People in Enterneering®

I want to raise awareness of both the term and the importance of Enterneering®. To do this, I have established a blog, drafted an editorial plan and provided resources. I am pleased to welcome all those who would like to follow me and who have an interest in the upcoming posts as well as in the topic in general. Incidentally, I would, of course, also be pleased to hear from anyone interested in obtaining my support as a sparring partner. 😉.

The idea of my Enterneering® blog basically arose from a typical start-up problem I encountered myself. After more than twenty years of working in different jobs and at different career levels, I decided to take my management skills and professional experience and make myself available as a sparring partner for other entrepreneurs and CxOs. In doing so, I have committed myself to a topic that has occupied me very strongly for many years and in whose importance and significance for successful corporate development I absolutely believe. It is what I refer to as work ‘on’ the company rather than ‘in’ the company. In order to focus even more intensely on this and bring my own strengths to the foreground as much as possible, I have designated a dedicated target area for myself: enterprise engineering in the areas of organisation, people and culture. I ultimately coined my own term for this – ‘Enterneering’ – which I have registered as a trademark.
So far, so good. Now all that's left to do is to acquire as many excellent, and above all suitable, orders and clients as possible. In doing so, the first move is clearly to search within my own network. Then comes the search on consulting platforms and, finally, expanding the network to include suitable social media, which provides good options. The obstacle I encounter here is that there is no really well-fitting search term or title for this specific range of services. What I essentially mean is a keyword under which both I and my potential clients can search and find each other.
I want to raise awareness of both the term and the importance of Enterneering®. To do this, I have established a blog, drafted an editorial plan and provided resources. I am pleased to welcome all those who would like to follow me and who have an interest in the upcoming posts as well as in the topic in general. Incidentally, I would, of course, also be pleased to hear from anyone interested in obtaining my support as a sparring partner 😉.
You can learn more about this blog and me here.